Nach einer vorderen Kreuzband-Rekonstruktion müssen Muskelkraft und Beweglichkeit zurückgewonnen werden, ohne das Transplantat zu überlasten. Eine 2019 in der Fachzeitschrift Medicina (MDPI) veröffentlichte randomisierte kontrollierte Studie hat untersucht, welche Rolle lokale vibroakustische Stimulation dabei spielen kann. Wichtig vorab: Die Studie hat kein Evosonics-Gerät eingesetzt, sondern das koreanische Evocell-Gerät des Herstellers Shinoo Medison, dazu weiter unten mehr.
Was die Studie untersucht hat
24 Personen nach vorderer Kreuzband-Rekonstruktion wurden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide absolvierten dasselbe Rehabilitationsprogramm, eine Gruppe erhielt zusätzlich lokale vibroakustische Stimulation mit dem Evocell-Gerät. Gemessen wurden zu Beginn sowie nach vier und acht Wochen: Schmerzintensität, Angstsymptome, Blutdruck, Herzfrequenz, Atemfrequenz, sympathische und parasympathische Aktivierung, Bewegungsumfang (ROM) sowie isokinetische Muskelkraft im Kniegelenk.
Die Ergebnisse im Überblick
In beiden Gruppen verbesserten sich Schmerzintensität, Angstsymptome, systolischer Blutdruck, Atemfrequenz und sympathische Aktivierung signifikant, der Effekt des Rehabilitationsprogramms selbst war also relevant. Nur in der vibroakustischen Gruppe zeigten sich zusätzlich signifikante Verbesserungen bei Herzfrequenz, parasympathischer Aktivierung, Muskelkraft (Peak Torque) und Bewegungsumfang, messbar bereits ab Woche 4. Im direkten Gruppenvergleich schnitt die vibroakustische Gruppe zu Woche 4 und 8 bei Schmerz, Symptomlast, sympathischer/parasympathischer Aktivierung, Muskelkraft und Bewegungsumfang signifikant besser ab.
Was die Autoren schlussfolgern
Die Studienautoren schlussfolgern, dass lokale vibroakustische Stimulation Schmerzen und Symptome nach Kreuzband-OP mindern sowie Beinkraft und Bewegungsumfang verbessern kann, und damit eine sinnvolle Ergänzung zur postoperativen Rehabilitation sein kann. Die Studie wurde im klinischen Umfeld mit therapeutischer Begleitung durchgeführt, individuelle Ergebnisse können abweichen.
Einschränkungen der Studie
Mit 24 Teilnehmern (ursprünglich 52 randomisiert, mit deutlichem Studienabbruch) ist die Stichprobe klein, die Ergebnisse sind als erste klinische Hinweise zu werten. Die klinische Begleitung lässt sich nicht direkt auf die eigenständige Heimanwendung übertragen. Wichtig: Das Evocell-Gerät stammt von einem anderen Hersteller (Shinoo Medison) als unsere Evosonics-Geräte, beide arbeiten nach einem ähnlichen Grundprinzip, sind aber nicht identisch, die Ergebnisse lassen sich nicht eins zu eins übertragen.
Einordnung für die Praxis
Bemerkenswert finde ich den Nachweis auf zwei Ebenen: Die Verbesserung bei Muskelkraft und Bewegungsumfang ist für die Rehabilitationsplanung relevant, die gleichzeitige Verbesserung der parasympathischen Aktivierung deutet zusätzlich auf eine Wirkung auf das Nervensystem hin, ein Aspekt, der postoperativ oft unterschätzt wird. Unsere Evosonics-Geräte nutzen dasselbe Grundprinzip, auch wenn sie technisch nicht mit dem Evocell-Gerät identisch sind: das stationäre SoundWave PRO für den Praxisalltag, das mobile SoundWave Personal für unterwegs und zuhause.
Die in dieser Studie eingesetzte Evocell-Technologie ist ein Produkt eines anderen Herstellers und nicht mit den Evosonics-Geräten von Therapiegold identisch. Unsere Evosonics SoundWave-Geräte sind von der australischen Therapeutic Goods Administration (TGA) als Medizinprodukt zugelassen und tragen die CE-Kennzeichnung nach europäischen Sicherheitsstandards. Im Europäischen Wirtschaftsraum sind sie aktuell als Wellness-Produkt klassifiziert, eine EU-Medizinprodukt-Zulassung nach MDR liegt noch nicht vor. Die hier genannten Studienergebnisse beziehen sich auf ein anderes Gerät und sind keine Garantie für die Wirkung unserer eigenen Produkte.

