Vibroakustik in der multidisziplinären Schmerzreha: Was vier Fallverläufe zeigen

Chronische Schmerzen betreffen selten nur den Körper, meist hängen Stimmung, Schlaf und Arbeitsfähigkeit mit dran. Eine 2019 im Fachjournal Disability and Rehabilitation veröffentlichte Studie von Campbell und Kollegen aus Finnland hat untersucht, welche Rolle Vibroakustische Therapie innerhalb eines multidisziplinären Reha-Programms spielen kann. Eingesetzt wurden zwei finnische Gerätesysteme, ein Physioacoustic-Stuhl von Next Wave Oy sowie ein tragbarer Taikofon FeelSound Player von Flexound Systems Oy, keine Evosonics-Geräte, dazu weiter unten mehr.

Was die Studie untersucht hat

Vier Personen (drei Frauen, ein Mann, im Schnitt 43 Jahre alt) mit chronischen muskuloskelettalen Schmerzen durchliefen am Zentralkrankenhaus Seinäjoki ein mehrphasiges Programm: zunächst begleitete Sitzungen mit dem stationären Gerät, dann eine Pause, anschließend selbstständige Anwendung mit dem tragbaren Gerät zu Hause, gefolgt von einer weiteren Pause. Jede Person diente als eigene Kontrolle über die vier Phasen. Gemessen wurden unter anderem Funktionsfähigkeit (WHODAS 2.0), Arbeitsfähigkeit, Schmerz, Stimmung, Entspannung und Angst, ergänzt durch Herzratenvariabilität und Hautleitwert.

Die Ergebnisse im Überblick

Die größten Verbesserungen zeigten sich während der begleiteten Phase, doch auch die eigenständige Nutzung zu Hause half, Schmerzlinderung und Entspannung aufrechtzuerhalten, mit der deutlichsten Verbesserung bei der Entspannung über beide Phasen hinweg. In den Pausenphasen ohne Behandlung verschlechterten sich die Werte spürbar wieder, ein Hinweis darauf, dass die Effekte tatsächlich mit der Anwendung zusammenhingen. Bei einzelnen Teilnehmenden verbesserten sich zudem Schmerzkategorie sowie Depressions- und Angstwerte klinisch relevant.

Was die Autoren schlussfolgern

Die Studienautoren schlussfolgern, dass eine ergänzende Selbstanwendungsphase nach der begleiteten Vibroakustischen Therapie helfen kann, die erzielten Effekte aufrechtzuerhalten, und dass dieser Ansatz im Rahmen einer multidisziplinären Reha zur Linderung chronischer Schmerzsymptome beitragen kann.

Einschränkungen der Studie

Mit nur vier Teilnehmenden ist dies eine sehr kleine Fallserie ohne statistischen Gruppenvergleich. Da alle Personen gleichzeitig weitere Therapien erhielten (Physiotherapie, Psychotherapie, medikamentöse Behandlung), lässt sich der eigenständige Beitrag der Vibroakustik nicht isoliert bestimmen, ebenso wenig, ob Vibration, Musik oder die Begleitung durch Fachpersonal ausschlaggebend war. Wichtig für uns: Die eingesetzten Geräte stammen von anderen Herstellern als unsere Evosonics-Geräte, die Ergebnisse lassen sich nicht eins zu eins übertragen.

Einordnung für die Praxis

Aus meiner Praxis kann ich das Muster gut nachvollziehen: Der Effekt lässt in den Pausen wieder nach, was zeigt, wie wichtig eine regelmäßige Anwendung ist, und dass eine Kombination aus begleiteter und selbstständiger Nutzung sinnvoll sein kann. Unsere Evosonics-Geräte arbeiten nach demselben Grundprinzip, auch wenn sie technisch nicht mit den Studiengeräten identisch sind: im Praxisalltag setze ich auf das stationäre SoundWave PRO, für die eigenständige Anwendung zuhause eignet sich das mobile SoundWave Personal.

Die in dieser Studie eingesetzten Geräte (Next Wave Physioacoustic-Stuhl, Flexound Taikofon FeelSound Player) stammen von anderen Herstellern und sind nicht mit den Evosonics-Geräten von Therapiegold identisch. Unsere Evosonics SoundWave-Geräte sind von der australischen Therapeutic Goods Administration (TGA) als Medizinprodukt zugelassen und tragen die CE-Kennzeichnung nach europäischen Sicherheitsstandards. Im Europäischen Wirtschaftsraum sind sie aktuell als Wellness-Produkt klassifiziert, eine EU-Medizinprodukt-Zulassung nach MDR liegt noch nicht vor. Die hier genannten Studienergebnisse beruhen auf nur vier Personen und sind keine Garantie für die Wirkung unserer eigenen Produkte. Bei chronischen Schmerzen empfehlen wir grundsätzlich eine ärztliche oder physiotherapeutische Abklärung.

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Titel: Vibroakustik in der multidisziplinären Schmerzreha: Was vier Fallverläufe zeigen