Bei unseren SoundWave-Geräten läuft im Programm "Body Massage" eine Frequenz von 50 Hz, keine willkürlich gewählte Zahl. Eine 2008 im Fachjournal Medical Science Monitor veröffentlichte Studie von Maloney-Hinds, Petrofsky und Zimmerman hat genau diese Frequenz untersucht, allerdings mit einem klassischen mechanischen Vibrationsgerät, nicht mit einem Evosonics-Gerät, den Unterschied ordne ich weiter unten ein.
Was die Studie untersucht hat
Die Forschenden führten zwei Experimente durch. Im ersten testeten 18 junge, gesunde Erwachsene (im Schnitt 20,3 Jahre alt) Vibration am Unterarm bei 30 Hz und bei 50 Hz, jeweils 10 Minuten, gefolgt von 15 Minuten Beobachtung ohne Vibration. Im zweiten, kleineren Experiment wiederholten 7 Personen (im Schnitt 23,3 Jahre alt) den Versuch mit feinerer Zeitauflösung. Gemessen wurde die Hautdurchblutung im Unterarm per Laser-Doppler-Messung, während der Vibration und in der Erholungsphase danach.
Die Ergebnisse im Überblick
Beide Frequenzen steigerten die Hautdurchblutung während der Vibration signifikant, der Effekt baute sich innerhalb der ersten 4 Minuten auf und erreichte um die 5. Minute sein Maximum. Der interessanteste Unterschied zeigte sich in der Erholungsphase: Nach 30 Hz-Vibration fiel die Durchblutung in den 15 Minuten danach unter den Ausgangswert, nach 50 Hz-Vibration blieb sie dagegen oberhalb des Ausgangswerts, ohne dieses Absacken. Zwischen den beiden Frequenzen selbst fanden die Autoren über den gesamten Messzeitraum keinen signifikanten Unterschied, der auffällige Punkt war die unterschiedliche Erholungsreaktion, nicht ein genereller Wirksamkeitsunterschied.
Was die Autoren schlussfolgern
Die Studienautoren schlussfolgern, dass sowohl 30 Hz als auch 50 Hz Vibration die periphere Durchblutung steigern, 50 Hz aber den Vorteil hat, keinen Rebound-Effekt mit anschließender Minderdurchblutung auszulösen. Für Anwendungen, bei denen eine anhaltend verbesserte Durchblutung erwünscht ist, sehen sie 50 Hz daher im Vorteil.
Einschränkungen der Studie
Die Stichproben waren klein (18 beziehungsweise 7 Personen) und bestanden ausschließlich aus jungen, gesunden Erwachsenen, eine Übertragung auf ältere Menschen oder Personen mit Durchblutungsstörungen ist damit nicht ohne Weiteres möglich. Gemessen wurde ausschließlich die Hautdurchblutung am Unterarm über 10 Minuten, keine tieferliegenden Gewebeschichten und keine längerfristige Anwendung über mehrere Sitzungen.
Einordnung für die Praxis
Wichtig ist mir hier die technische Einordnung: Die Studie hat ein klassisches mechanisches Vibrationsgerät am Unterarm getestet, kein Evosonics-Gerät und keine vibroakustische Schallwellentherapie. Unsere Geräte arbeiten mit einer anderen Wellenform, die sich über den hohen Wasseranteil des Körpers ausbreitet, wie ich auf unserer Seite Frequenztherapie: Wie Schallwellen auf Zellen, Faszien & Nervensystem wirken genauer beschreibe. Trotzdem finde ich den Befund praktisch relevant: Er zeigt, dass 50 Hz einen messbaren, anhaltenden Effekt auf die periphere Durchblutung haben kann, ohne den Rebound-Nachteil niedrigerer Frequenzen. Das deckt sich mit meiner Erfahrung, dass viele Patientinnen und Patienten das 50 Hz-Programm gerade zur Lockerung und Erwärmung der Muskulatur vor der Behandlung als angenehm empfinden. Wer selbst testen möchte, findet in unserer Schallwellentherapie-Kollektion die passenden Geräte.
Die hier zitierte Studie wurde mit einem klassischen mechanischen Vibrationsgerät am Unterarm gesunder junger Erwachsener durchgeführt, nicht mit einem Evosonics-Gerät. Die eingesetzte Evosonics-Technologie ist von der australischen Therapeutic Goods Administration (TGA) als Medizinprodukt zugelassen und trägt die CE-Kennzeichnung nach europäischen Sicherheitsstandards. Im Europäischen Wirtschaftsraum ist sie aktuell als Wellness-Produkt klassifiziert, eine EU-Medizinprodukt-Zulassung nach MDR liegt noch nicht vor. Individuelle Ergebnisse können abweichen. Bei bestehenden Durchblutungsstörungen empfehlen wir grundsätzlich eine vorherige ärztliche Abklärung.

